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Schultermobilität

24. Feb.
2 Min. Lesezeit

Das Schultergelenk

Das Gelenk verbindet den Oberarm mit dem Schulterblatt. Es handelt sich um ein Kugelgelenk dementsprechend sind folgende Bewegungen möglich: Flexion, Extension, Adduktion, Abduktion und Außen- / Innenrotation

Welche Muskeln werden angesteuert?

Flexion:

Deltamuskel, hinterer Anteil

Pectoralis major


Extension:

Deltamuskel, vorderer Anteil

Lattisimus Dorsi


Abduktion:

Deltamuskel

Supraspinatus


Außenrotation:

Infraspinatus


Innenrotation:

Subscapularis    

Helfer: Pectoralis major



Die Rotatorenmanschette:

Da die knöcherne Führung schwach ist, wird das Gelenk durch die Rotatorenmanschette stabilisiert und gesichert. 


Diese besteht aus folgenden 4 Muskeln:  

Supraspinatus: unterstützt die Abduktion

Infraspinatus: Hauptverantwortlich für die Außenrotation des Armes 

Teres minor: Auch für die Außenroation verantwortlich sowie die Adduktion

Subscapularis: Liegt auf der Vorderseite des Schulterblatts und ist der wichtigste Innenrotator 

Vorderansicht Rückensicht


Das Schultereckgelenk

Das Gelenk verbindet das Schulterdach (Acromion) mit dem Schlüsselbein. Es handelt sich um ein Flachgelenk und dient als Feinjustierung des Schulterblatts. Es ist relevant bei der Elevation (Anheben der Schulterblätter), Depression (Absinken der Schulterblätter) und Protraktion (Auseinanderschieben der Schulterblätter), Retraktion (Zusammenziehen der Schulterblätter) bei.


Welche Muskeln werden angesteuert?

Elevation:

Trapezius oberer Anteil

Levator Scapulae


Depression:

Trapezius unterer Anteil


Retraktion:

Rhomboidei


Protraktion:

Serratus anteroir

Pectorales minor      



Scapulothorakale Gelenk:

Es handelt sich um eine Gleitschicht und verbindet die Vorderseite des Schulterblatts beweglich mit den hinteren Brustkorb. Hier werden essenzielle Bewegungen mit dem Schulterblatt ermöglicht:

Elevation, Depression, Protaktion, Retraktion sowie Rotationen des Schulterblatts.


Sternoklavikalurgelenk

Es handelt sich um die Verbindung des Schlüsselbeins mit dem Brustbein und wird anatomisch als ein Sattelgelenk gesehen. Das Gelenk fungiert als Drehpunkt für den gesamten Schultergürtel und trägt bei der Elevation, Depression und Protraktion, Retraktion bei. Des Weiteren kann es Rotationen aufnehmen (bspw beim Anheben des Armes über Kopf). Ohne diese Beweglichkeit könntest du deine Brust nicht öffnen.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Wir benötigen die Schultermobilität um die Extension in der Brustwirbelsäule aktivieren zu können:

Das Sternoclaviculargelenk ermöglichst eine Rückwärtsrotation des Schlüsselbeins, so können die Schultern nach hinten unten sinken und schafft den nötigen Raum, um das Brustbein nach vorne oben anheben zu können. 


Das Scapulothorakalgelenk ermöglicht, dass die Schulterblätter aktiv in eine Retraktion und Depression gebracht werden kann. Dadurch kann die Wirbelsäule überhaupt in die Extension gelangen. 


Im Glenohumeralgelenk aktivierst du eine Außenrotation und kannst somit die vordere Brustmuskulatur dehnen und die Extension in der BWS unterstützen.


In Positionen wie der Brücke steuern wir zusätzlich zur Außenrotation noch eine volle Schulterflexion an, d.h. wir öffnen die Arme nach vorne auf 180°.


Beim Handstand streben wir in der Schultermobilität eine Protraktion und Elevation der Schulterblätter an, um Stabilität zu erzeugen und steuern eine Schulteröffnung an, d.h eine volle Schulterflexion mit Außenrotation.


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